Kohle ist ein schwarzes Sedimentgestein, welches durch Karbonisierung von Pflanzenresten entsteht. 50% des Gewichts und 70% des Volumens bestehen aus Kohlenstoff. Kohle dient dem Menschen als Energieträger. Überwiegend wird Kohle als fester Brennstoff verwendet, um durch die Verbrennung Wärme zu erzeugen. Bei der Verbrennung entsteht Kohlendioxid, Wasserdampf und weitere Gase wie z.B. Schwefeloxid.

Anlagentechnik (BoA) bei Grevenbroich – Bildquelle
Die elektrische Energie wird erzeugt, indem mit der Wärme Wasserdampf erzeugt wird, der wiederum Turbinen antreibt. Weltweit wurden 2003 24,4% der Primärenergie und 40,1% der Elektroenergie durch die industrielle Nutzung von Kohle als Brennstoff erzeugt. Hierbei sind Stein- und Braunkohle etwa gleich stark vertreten. Die Verwendung von Kohle schafft jedoch ein Umweltproblem, da bei der Verfeuerung von Kohle viel CO2 entsteht. Besonders Braunkohlekraftwerke stoßen sehr viel CO2 aus. Diese Freisetzung kann leider nicht verhindert werden. Es besteht nur die Möglichkeit, den Kohleverbrauch durch einen besseren Wirkungsgrad der Kraftwerke zu vermindern. Zudem ist die Braunkohlegewinnung im Tagebau mit einem enormen Flächenverbrauch verbunden. So wurden in der Vergangenheit ganze Dörfer umgesiedelt, um Lagerstätten möglichst vollständig abbauen zu können.
Zum Einen führt dies zu Konflikten mit der Bevölkerung und zum Anderen können hierbei auch ökologisch wertvolle Gebiete zerstört werden. Um die Braunkohle fördern zu können, muss der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Eine solche Absenkung hat u.U. negative Auswirkungen auf die Flora, da die oberen Bodenschichten zu trocken sind. Die Stilllegung eines Tagebaus wiederum führt zu einer Erhöhung des Grundwasserspiegels. Bei den erbauten Gebäuden in der Umgebung kann dies zu einem großen Schaden führen. 2004 wurden die förderfähigen Reserven auf 783,1 Milliarden Tonnen Kohle weltweit geschätzt. 27% davon entfallen auf die USA, 16% auf Russland, 12% auf China, 12% auf Indien und jeweils 7% auf die Europäische Union und Australien.
Der Verbrauch liegt weltweit bei durchschnittlich 3,8 Millionen Tonnen pro Jahr, sodass bei konstanter Förderung und Verbrauch die Vorräte noch 225 Jahre reichen würden. Vertreter der deutschen Kohlewirtschaft schätzen unter Berücksichtigung der derzeitigen Förderung die Reichweite der Kohle allerdings auf ungefähr 400 Jahre. Steinkohle eignet sich auch zur Erzeugung von unkonventionellem Erdöl, sodass bei einer Knappheit der Erdölreserve auf die Verfahren der Kohleverflüssigung zurückgegriffen werden kann.


