Das Ozonloch bezeichnet eine ungewöhnlich starke, geographisch abgegrenzte Abnahme der Ozonschicht. Beobachtet wurde es seit Ende der 1970er Jahre über der Südpolregion, 1992 dann auch über der Nordpolarregion. Länger bekannt sind natürliche geringfügige Schwankungen in der Ozonschicht, die durch die Aktivität der Sonne hervorgerufen werden.
Der Ozonabbau beruht auf gasförmigen Halogenverbindungen. Nach heutigem Wissensstand wird das gegenwärtige Ozonloch durch das in die Atmosphäre gebrachte Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) verursacht. Für Mensch und Umwelt hat der Abbau der Ozonschicht negative Folgen, da die UV-Strahlung nicht in vollem Umfang absorbiert wird. Die gestiegene Belastung des Menschen durch das UV-Licht führt zu Hautschäden bis hin zum Hautkrebs. Fehlt die Ozonschicht ganz, droht sogar innerhalb weniger Stunden eine totale Erblindung. Zudem wird erwartet, dass die Ernteerträge niedriger ausfallen.
Es gibt Schätzungen, nach denen sich das Ozonloch innerhalb von zehn bis 20 Jahrzehnten auf natürliche Weise wieder schließt. Über der Arktis, so schätzt die NASA, wird erst 2068 der Zustand vor der menschlich bedingten Ausdünnung wiederhergestellt sein wird.
![]() Größte Ausdehnung des antarktischen Ozonlochs am 24. September 2006 – Bildquelle |
![]() .und zweitgrößte Ausdehnung am 6. September 2000 (Quelle: NASA). – Bildquelle |




